Verengung der Halsschlagader

Moderne Gefäßmedizin zur Schlaganfallvorsorge

Verengungen der hirnversorgenden Gefäße – insbesondere der Halsschlagader (Arteria carotis interna) – können die Durchblutung des Gehirns erheblich beeinträchtigen und das Risiko für einen Schlaganfall deutlich erhöhen. Durch eine frühzeitige Diagnose und gezielte Therapie lässt sich dieses Risiko in vielen Fällen wirksam reduzieren.

Wie entsteht eine Verengung der Halsschlagader (Carotisstenose)?

Durch Ablagerungen in der Gefäßwand kommt es zu einer Verengung (Stenose) der Halsschlagader. Wird das Gehirn nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt, können typische Warnzeichen auftreten.

Mögliche Symptome einer verengten Halsschlagader sind: 

  • plötzliche Verwirrtheit
  • Einschränkung des Sichtfeldes (Skotome)
  • vorübergehende Lähmungen von Armen oder Beinen
  • hängender Mundwinkel
  • Sprachstörungen

Verengungen der hinteren hirnversorgenden Gefäße (A. vertebralis), die das Kleinhirn versorgen, äußern sich häufig durch Schwindel, Gangunsicherheit und Sehstörungen. Nicht selten ist eine Carotisstenose die Ursache eines Schlaganfalls. Eine rechtzeitige Behandlung kann diesen verhindern.

Diagnostik der Carotisstenose

Zur ersten Beurteilung wird eine Duplex-Ultraschalluntersuchung der Halsschlagadern durchgeführt. Bei weiterem Abklärungsbedarf folgen eine CT-Angiografie sowie ein MRT mit Kontrastmittel. Diese Verfahren ermöglichen eine präzise Beurteilung des Stenosegrades und eine individuelle Therapieplanung.

Therapieoptionen im Eichsfeld Klinikum

Die Wahl der Therapie hängt vom Ausmaß der Verengung, von bestehenden Symptomen und vom allgemeinen Gesundheitszustand ab.

Operative Therapie

Eine hochgradige Carotisstenose (über 70 %) wird in der Regel operativ behandelt. In bestimmten symptomatischen Fällen kann auch bei geringerer Verengung eine Operation sinnvoll sein.

Verfahren:

  • Carotis-Endarteriektomie (CEA): Ausschälung der Gefäßverkalkung mit Patch-Erweiterung
  • Eversionsendarteriektomie (EEA): Operatives Ausschälen von Gefäßverkalkungen durch Umstülpung (Eversion) des betroffenen Gefäßabschnitts

Die Operation kann unter lokaler Betäubung oder in Vollnarkose durchgeführt werden.

Minimalinvasive Therapie

Als alternative Behandlungsform kann die Engstelle über die Leistengefäße minimalinvasiv versorgt werden (= Carotis-Stenting (CAS)).

Dabei wird ggf. die Verengung mit einem Ballonkatheter vorgedehnt, ein sogenannter double-layer Mesh-Stent eingesetzt, und in der Regel ein Schutzfilter verwendet, um Ablagerungen aufzufangen. 

Diese modernen Stents der neuesten Generation bieten eine hohe Stabilität und reduzieren das intraoperative Schlaganfallrisiko deutlich.

Individuelle Therapieentscheidung

Die Anlage von Dialysezugängen erfordert Erfahrung und präzise Planung. Unser Ziel ist es, für jede Patientin und jeden Patienten die bestmögliche, langfristig stabile Lösung zu schaffen – auch bei schwierigen Gefäßverhältnissen oder mehrfachen Voroperationen.

Die Anlage und der Erhalt eines funktionierenden Dialysezugangs sind entscheidend für Ihre Behandlung und Lebensqualität. Wir wissen, dass dieser Schritt für viele Patientinnen und Patienten mit Unsicherheiten und Fragen verbunden ist. Deshalb legen wir besonderen Wert auf eine einfühlsame Betreuung, verständliche Aufklärung und eine enge Begleitung in jeder Phase der Behandlung.